Tai Chi Quan & Qi Gong - Tantien
Tai Chi Quan & Qi Gong - Energie
Tai Chi Quan & Qi Gong - Hand

Chi

Niemand weiß was das Chi ist. Im Deutschen wird häufig der Begriff Lebens- oder Vitalenenergie verwendet. Jedoch ist das Chi viel mehr als nur eine Energie. Es unterscheidet sich von allem Anderen durch einen wesentlichen Aspekt: Es gehorcht dem Willen.

Die Wahrnehmung des Chi ist ein erster Schritt. Aus dem Chi ein fügsames und zuverlässiges Werkzeug zu machen, der nächste. Natürlich ist das Chi etwas Lebendiges, und seine Verfügbarkeit kann man z.B. nicht mit der eines Fahrrads vergleichen, viel eher mit der eines Pferdes ...

Zu lernen, Chi zu manipulieren, es zu sammeln und zu verteilen, es zu führen, sowohl Innen wie Außen, setzt das Lernen von Atemtechniken, muskulärer Kontrolle und hoher Konzentrationsfähigkeit voraus.

In der Schule des Inneren Weges ist dieser Bereich an das Erlernen des Tai Chi Quan angeknüpft. Der langsame Rhythmus der Bewegungen und ihre Zirkularität fördern die Wahrnehmung und Führung des Chi. Dies ist der hiesigen Gymnastik fremd.

Die ersten Schritte konzentrieren sich auf drei Eckpunkte: Das TANTIEN, der kleine Energiekreislauf und die Arbeit mit der Hand.

  • Das Tantien ist die individuelle Chi-Quelle des Menschen. Es ist das Zentrum des Körpers und die priviligierte Zone der Fokusierung der Vital- oder Lebensenergie. Gleichermaßen ist es der Schwerpunkt des menschlichen Körpers und befindet sich unterhalb des Nabels, im Bauch. Nachdem man eine klare Wahrnehmung des Tantien hat, lernt man von hier aus zu agieren, alle möglichen Regionen des Körpers wohlwollend zu beeinflussen.
  • Der kleine Energiekreislauf ist der wichtigste energetische Kreislauf des Körpers. Er folgt der Mittellinie, die den Körper in zwei symetrische Hälften teilt. Er verläuft auf der einen Seite über das Brustbein, auf der anderen Seite entlang der Wirbelsäule. Er ist der "Boulevard" des Chi, auf dem man ständig flanieren sollte. Es ist relativ leicht, das Zirkulieren des Chi auf diesem Weg wahrzunehmen.
  • Die Hand ist der "Detektor" von Vibrationen und energetischen Strömungen im Raum. Sie funktioniert wie eine richtige Parabolantenne und empfängt auf Distanz unzählige Informationen. Wenn sie beweglich ist, wenn sie entspannt ist, wenn sie bewusst ist. Durch gezielte Übungen kann man sie dahingehend erwecken.

 

"Die Techniken, die mit dem Tantien, dem kleinen Kreislauf und mit den Händen verbunden sind, kennzeichnen nur den ersten Strich des A vom Alphabet. Selbst ein ganzes Leben reicht nicht aus, all die Möglichkeiten auszuschöpfen, welche sich auf dem Weg des Forschens nach und nach eröffnen." (Auszüge aus dem Text "Das Chi", von V. Stévanovitch)

Auszug aus dem Unterrichtsprogramm

  • Dehn- und Lockerungsübungen
  • Entspannungs- und Atemübungen
  • verschiedene Eigenmassagen, z.B. die Handmassage
  • Techniken zur Wahrnehmung des Tantien (Zentrierungsübungen)
  • Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • usw.